Kita "Flax & Krümel"

in Lichtenstein

 

Im Jahr 1955/56 begann der Aufbau eines neuen Stadtteils in Lichtenstein. Rund 500 Familien konnten nach Fertigstellung der Wohnhäuser ein neues Zuhause finden. Der größte Teil waren junge Familien mit Kindern. Bis in die 60er Jahre mussten die Eltern ihre Kinder in lediglich zwei Kindergärten der Stadt Lichtenstein unterbringen. Für die meisten Familien war das täglich ein weiter Weg. Bald schon genügten die vorhandenen Plätze in unserer Stadt nicht mehr, viele Mütter mussten aus dem Arbeitsprozess ausscheiden.

Deshalb beschloss der damalige Rat des Kreises Hohenstein-Ernstthal gemeinsam mit dem Rat der Stadt Lichtenstein 1961 den Bau einer Kindereinrichtung im neu entstandenen Wohnort. 1962/63 wurde mit dem Bau begonnen, welcher zwei Jahre dauerte. Es war ein Lehrlingsobjekt.

Die Kindertagesstätte "Flax und Krümel" besteht seit dem 1. September 1965. Es ist eine kleine, gemütliche Einrichtung, die vier Kindergruppen Platz zum Spielen und Lernen bietet. Auch behinderte Kinder, die eine frühkindliche Förderung benötigen, werden liebevoll von heilpädagogischen Fachkräften betreut. Es liegt uns am Herzen, dass auch diese Kinder in das normale Gruppenleben integriert werden.

Am 26. März 1993 übernahm die Volkssolidarität KV Glauchau / Hohenstein-Er. e.V. unsere Kindertagesstätte in die freie Trägerschaft. Seit dieser Zeit hat sich bei uns viel getan. So wurden z.B. die Gruppenräume, die Garderoben und das Haus mit Fußbodenbelag versehen. Die Gruppenräume wurden mit kindgerechtem Spielmöbel ausgestattet und neue, maßgerechte Garderoben angefertigt. Über die vollständige Sanierung der Waschräume und Toiletten haben wir uns besonders gefreut.

Im Jahr 2012 wurde der Krippenbereich für die Krippenkinder zu einem Aufenthaltsraum mit angrenzendem Schlafraum und Sanitärtrakt umgebaut. Den Kindergartenkindern stehen drei große freundliche Gruppenräume mit angrenzender Garderobe und Sanitärräumen zur Verfügung. Ein Sport- und Mehrzweckraum wird gern zum Turnen und anderen Aktivitäten genutzt. Ein schönes Gartengelände mit vielen Bäumen, Sträuchern, einem gepflegten Rasen sowie zahlreichen Spielecken und Spielgeräten lädt die Kinder zum Spielen, Träumen und Verweilen ein.

Gern tummeln sich die Kinder auf dem neuen Mehrzweckspielgerät mit dazugehörigem Sandkasten. In den Sommermonaten können sich die Kinder unter der Dusche, im Planschbecken oder am flexiblen Wasserspielgerät erfrischen. Im Juli 2012 konnte im Freigelände ein neues Spiel- und Klettergerät für die Krippenkinder eingeweiht werden.

Seit Juni 1999 widmet sich unsere Kindertagesstätte dem kneippschen Profil. Die Kinder und Erzieher haben viel Spaß bei den Anwendungen und leisten einen entscheidenden Beitrag zur natürlichen Gesunderhaltung des Körpers. Seit Februar 2006 steht den Kindern ein Wassertretbecken zur Anwendung der Kneipp- Methoden zur Verfügung. Dort können sich die Kinder abhärten und gesund halten. Seit März 2006 wird im Sinne einer gesunden Ernährung die Vollverpflegung der Kinder in der Einrichtung angeboten.

Die Tanzgruppe "Die kleinen Hexen" wurde im September 2001 ins Leben gerufen. Auch heute haben die Kinder Freude am Tanzen und sind stolz, wenn sie die einstudierten Tänze vorführen können.

Im Frühjahr 2004 erhielt unsere Kindertagesstätte eine Brandschutztreppe. Um alle Sicherheitsmaßnahmen zu erfüllen, mussten die benachbarten Gruppenräume durch eine Zwischentür verbunden werden. Die Alarmanlage wurde Ende des Jahres ebenfalls erneuert. Von 2010 bis 2012 wurde eine Sanierung des Gebäudes durch die Stadt Lichtenstein durchgeführt: Einbau neuer Fenster, Wärmedämmung und Fassadenneugestaltung.

 

Der Kindergarten befindet sich außerhalb des Stadtzentrums von Lichtenstein in ruhiger Lage umgeben von vielen Bäumen und Sträuchern. Die Einrichtung ist über die B173 (Äußere Zwickauer Straße) schnell zu erreichen.

Unser Haus liegt am Rand eines Altneubaugebietes, weitab von Straßenlärm, jedoch auch für Autofahrer prima zu erreichen. Ein Park mit Teichen, mehrere Gärten, ein Bauernhof, Wiesen, Felder und ein Fußballplatz laden zu jeder Zeit zum Erkunden, zum Spielen und Tummeln ein.

Das große Freigelände der Einrichtung wurde in den letzten Jahren so umgestaltet, dass die Kinder ausreichende Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung, zum Bauen und Spielen, zum Verkriechen und zum Entspannen haben.

Im Haus gibt es vier Gruppenbereiche: drei Kindergartengruppen mit je einem großen Aufenthaltsraum, einer Garderobe und den Sanitärräumen sowie eine Kinderkrippengruppe aufgeteilt in Schlaf- und Spielbereich, Garderobe und Sanitärbereich. Einen Turnraum und einen Therapieraum können die Kinder zusätzlich nutzen.

Acht staatlich anerkannte Erzieherinnen, davon drei Heilerziehungspflegerinnen und eine Erzieherin mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation und eine Leiterin erfüllen ihren Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag mit Liebe, Respekt und Engagement.

Eine Küchenhilfe kümmert sich darum, dass tagsüber ausreichend Getränke zur Verfügung stehen und sorgt dafür, dass die Mittagsportionen - welche wir täglich aus unserer Zentralküche Glauchau erhalten - pünktlich, vollzählig, warm und lecker in den Gruppen ausgegeben werden können.

Eine Reinigungskraft hält unser Haus sauber. Verstärkung erhalten die Mitarbeiterinnen und die Leiterin Frau Urlaß durch einen Hausmeister, der den Garten pflegt, Spielzeug repariert und auch sonst in der gesamten Einrichtung "nach dem Rechten schaut".

 

Da uns die Gesundheit der uns anvertrauten Kinder sehr am Herzen liegt, arbeiten wir seit Juni 1999 nach den fünf Grundsätzen von Sebastian Kneipp.

Wir bieten in unserer Einrichtung die Vollverpflegung an. Dadurch haben wir auf die gesunde Auswahl der Speisen Einfluss.

Nach einem Armbad, dem Wassertreten oder einer Bürstenmassage fühlen sich die Kinder frisch und munter. Auch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung an frischer Luft sind dabei ein wichtiger Aspekt. Jedes Kind hat in der Kindereinrichtung seine Regenbekleidung, so dass wir bei jedem Wetter mit den Kindern ins Freie gehen können.

 Wir verstehen die fünf Säulen der Kneippschen Lehre:

  • Wasseranwendungen
  •  gesunde Ernährung
  •  Kräuterheilkunde
  •  ausreichend Bewegung
  •  seelisches Wohlbefinden

 als Prinzip unserer täglichen Arbeit und als gesunde Lebensweise mit unseren Kindern.

 Alle Erzieherinnen haben sich auf diesem Gebiet umfangreich weitergebildet, um mit den Kindern fachmännisch arbeiten zu können.

 Einmal im Jahr bieten wir einen offenen Kneippnachmittag an. Dabei unterstützt uns der Kneipp-Verein aus Lichtenstein.

 Ein Wassertretbecken im Kellerbereich sorgt für zusätzliche Abhärtung und Fitness. Die Kinder nutzen auch gern unsere Kräuterschnecke als Fußparcour und erfreuen sich an den verschiedenen Düften der angepflanzten Kräuter.

 

Mit unserer Konzeption möchten wir die Ziele unserer pädagogischen Arbeit transparent darlegen. Die "lebensbezogene Pädagogik" und die kneippschen Prinzipien bilden die Grundlage.

 

Wir möchten dafür sorgen, dass die Kinder unserer Einrichtung in ihrer Neugier bestärkt, in ihrer Lebensfreude bestätigt und in ihrer Lernlust ermuntert werden.

 

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1. Die ganzheitliche Entwicklung des Kindes fördern wir durch eine lebensbezogene pädagogische Arbeit.

  • Jedes Kind braucht Zuwendung, Liebe und Anerkennung. Rituale, wie die Begrüßung und die Verabschiedung nehmen wir sehr ernst - ist es doch der ganz persönliche und nahe Kontakt zum Kind. Hilfe, Ermunterung und körperliche Nähe soll jedes Kind von jeder Erzieherin spüren können.

  • Jedes Kind möchte und soll seine Identität finden. Wir helfen ihm, Sicherheit zu finden im Tun mit anderen. Dabei pflegen wir einen partnerschaftlichen Umgang mit dem Kind und bestärken dessen Selbstvertrauen. Wir fördern die Kinder heraus zum Erproben, zum neugierigen Hinterfragen und zu selbstwirksamen Handeln.

  • Das Kind hat das Recht in der Gegenwart zu leben, deshalb wollen wir jeden Tag als einen bedeutenden Tag im Leben des Kindes achten.

 

 

 

 

2. Wir unterstützen jedes Kind in seinem Bestreben in der Gemeinschaft spielen und lernen zu können. Räume und Materialien bilden den äußeren Rahmen für Aktivitäten und Begegnungen der Kinder.

 

Wir sorgen dafür, dass:

  • ausreichend Platz für Spiel und Bewegung geschaffen ist,

  • Materialien jederzeit für die Kinder zugänglich sind und das die Kinder Möglichkeit der räumlichen Umgestaltung haben,

  • es Rückzugsmöglichkeiten zum Träumen und Alleinsein gibt,

  • gestaltbare Materialien und Spielzeug in angemessenen Relationen vorhanden sind.

     

Normen und Regeln des Zusammenlebens geben den Kindern Sicherheit und Orientierung. Wir legen deshalb fest:

  • wie bestimmte Abläufe geregelt und organisiert sein müssen und

  • welche verbindlichen Verhaltensweisen einzuhalten sind.

Diese Regeln und Normen sollen überschaubar sein und von Zeit zu Zeit auf ihre Aktualität überprüft werden.

 

 

 

 

 

3. Wir bestärken jedes Kind in seinem Drang nach Bewegung und praktischen Tun und Schaffen vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten zur Aneignung geistiger, emotionaler und körperlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten.

 

Unsere pädagogischen Bemühungen sind deshalb darauf gerichtet, dass:

  • das Erleben mit allen Sinnen Vorrang hat gegenüber rationaler Aneignungsformen,

  • sich jedes Kind als selbstwirksam erlebt,

  • jedem Kind solche Entscheidungsspielräume ermöglicht werden, dass es probieren und hinterfragen kann und letztendlich Eigenverantwortlich handeln kann,

  • für das Spiel der Kinder - aufgrund seines bedeutsamen Stellenwertes für die kindliche Entwicklung - bestmögliche Bedingungen gesichert werden.

Wir initiieren Lerngelegenheiten, die der Ausbildung geistiger, sozialer und körperlicher Kompetenzen dienen.

 

 

 

4. Wir sind eine Integrativeinrichtung.

 

Wir sind der Meinung, dass ein gemeinsames Leben, Spielen und Lernen von Kindern mit unterschiedlichen geistigen und sozialen Kompetenzen ein wichtiges Erfahrungsfeld für alle Beteiligten ist.

 

Die Integration von Anderssein ist es, was die Kinder leben und erleben sollen, denn wir verstehen den Integrationsgedanken als eine Frage des Würdevollen Umgangs miteinander.

 

 

 

 

 

5. Wir fördern das gesunde Aufwachsen jedes Kindes und wir wirken darauf ein, dass sich gesundheitsbewusstes Verhalten entwickeln und entfalten kann.

  • Bestmögliche gesunderhaltende und heilende Verfahren, wie Wasseranwendungen und Kräuterheilkunde zu vermitteln und anzuwenden.

  • Den Kindern ausreichende Bewegungsmöglichkeiten zu bieten, vor allem an der frischen Luft.

  • Wir nehmen Einfluss auf die gesunde Ernährung der Kinder durch das Angebot der Vollverpflegung in unserer Einrichtung.

Diese gesundheitsfördernden Aspekte haben ihren Ursprung zum einen in den Lehren von Sebastian Kneipp, zum anderen beinhalten sie den Grundsatz "ganzheitlicher Erziehung" - wonach alle Entwicklungsbereiche des Kindes (emotionale, körperliche, geistige und soziale Entwicklung) Gleichwertigkeit erfahren.

 

In der Umsetzung dieser Aufgabe kommt es uns darauf an, dass jedes Kind gesundheitsbewusstes Handeln trainieren kann und zunehmend seine eigene Verantwortung für Gesundheit, Wohlbefinden und körperliche Ertüchtigung begreift.

 

 

 

 

 

6. Eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft von Elternhaus und Kindergarten ermöglicht optimale Entwicklungschancen für jedes Kind.

 

Wir orientieren uns in unserer Arbeit an den Bedürfnissen unserer Kinder und wir bieten aus diesem Grund vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit den Familien an:

  • ausführliches Aufnahmegespräch

  • Elterngespräche

  • Gruppen- und Gesamtelternabende

  • gemeinsame Erstellung von Förderplänen bei Kindern mit Entwicklungsdefiziten

  • Planung und Durchführung von festlichen Höhepunkten oder Exkursionen

  • Information und Dokumentation zur pädagogischen Arbeit

  • Eltern-Kind-Ausflüge

  • Spielnachmittage u.a.

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

Die kulturelle Identität der Kinder zu stärken und somit die Ausprägung von Zugehörigkeitsgefühl und Gemeinschaftsfähigkeit positiv zu beeinflussen, ist uns in der Zusammenarbeit mit der gesellschaftlichen Öffentlichkeit bedeutsames pädagogisches Anliegen.

 

Durch Presse, Schautafel, Fotos, die Zeitschrift unseres Kindergartens oder die Vereinszeitung unseres Trägers machen wir auf das Anliegen der Volkssolidarität und auf unsere pädagogische Arbeit aufmerksam.

 

Unsere Kinder erfreuen ältere Menschen in der Speisegaststätte "Hummel" in der Ernst-Schneller-Siedlung oder im HEWAG Seniorenheim.

 

In unserem Heimatort Lichtenstein besuchen wir wichtige Orte, wie z.B. das Rathaus und den Bürgermeister, das Krankenhaus, die Feuerwehr, die Miniwelt und vieles mehr.

 

Gern zeigen wir den Lichtensteiner Bürgern bei öffentlichen Auftritten, was wir schon alles können. Unsere Kinder wirken z.B. beim Maibaumsetzen, beim Rosenfest oder auf dem Weihnachtsmarkt mit.

 

Um den 5 bis 6jährigen Kindern den Übergang in die Grundschule so leicht wie möglich zu gestalten, arbeiten wir mit der Heinrich von Kleist-Grundschule und der Europäischen Grundschule eng zusammen. Die Kinder besuchen die Schulen oder die Lehrerinnen nehmen im Kindergarten ersten Kontakt mit den Kindern auf. Die Grundschüler führen zur Weihnachtszeit ein Theaterstück auf, zu dem unsere Schulanfänger eingeladen sind.

 

Die Ernährungsinitiative ist ein praxiserprobtes Instrument für die nachhaltige Etablierung von schmackhaften, gesundheitsfördernden und gut akzeptierten Verpflegungsangeboten in Kindertageseinrichtungen unter Einbeziehung des pädagogischen Personals, des Caterers, der Kinder und der Eltern.

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